Zum 5.Jahrestag der Rettung der Steinbachtalsperre durch Hubert Schilles macht unsere Gedenkkerze #GrenzenlosesLICHT – Station 32, am Grundablass der Steinbachtalsperre einen Zwischenstop.
Wir erinnern uns an die Bilder der Steinbachtalsperre, die in Folge der Wassermassen des Unwetters vom 14./15.07.2021 zu bersten drohte.

Für Tage wurden zahlreiche Ortschaften unterhalb der Talsperre evakuiert. Der Grundablass der Talsperre konnte nicht geöffnet werden, allein das massive Abpumpen von Wasser aus der Talsperre mit Hochleistungspumpen konnte die Lage nicht lösen. Der Grundabfluss musste geöffnet werden. Der Bauunternehmer Hubert Schilles übernahm diese heikle Aufgabe. Unter Lebensgefahr baggerte er am 19.7.2021 den Grundabfluss des überschwappenden Stausees der Steinbachtalsperre frei. Der Grundabfluss konnte danach geöffnet werden, die Talsperre ist nicht geborsten. Für alle sog. „Unterlieger“ wie z.B. Schweinheim und in Swisttal – Odendorf wurde er zum „Helden der Steinbachtalsperre“.
Heute haben wir vom TEAM GEDENKEN am Grundablass der Steinbachtalsperre, dort, wo Hubert Schilles sein Leben riskierte, mit unserer Gedenkkerze #GrenzenlosesLICHT auf ihrem Weg durch die Flutregionen Station gemacht und seiner Heldentat gedacht.



Anschließend haben wir oben an der Talsperre am Rahmen des Photopunktes ein Gedenkherz mit folgender Inschrift angebracht:
„Hubert Schilles 19.07.2021 – 2026. Ein Mann, der keine leeren Worte kannte, sondern der auch anpackte, wenn es brenzlig wurde. Der Sachen lieber selber machte die gefährlich waren. Als es seinen Mitarbeitern anzuvertrauen. Er hatte auf Gott vertraut, als er vor 5 Jahren mit dem Bagger den Ablauf der Steinbachtalsperre freibaggerte. Eine Aktion, die sehr gefährlich war, aber auch sehr vielen Menschen Not und Elend erspart hat. Er war ein Held, der er nie sein wollte.“



HINTERGRÜNDE
Aus Anlass des 4.Jahrestages der Flut kam uns vom TEAM GEDENKEN die Idee, seinen Einsatz zum 5.Jahrestag dieses Ereignisses zu ehren. Dazu starteten wir eine Umfrage über Facebook. Das Ergebnis:
• Benennung des Wegeteils über die Scharte der Steinbachtalsperre in Hubert-Schilles-Weg
• Aufstellen einer Gedenkstele/ eines Gedenksteines mit erklärender Inschrift auf den Hubert-Schilles-Weg und die Anbringung einer Text – Tafel, auf der an diese selbstlose Tat erinnert wird.
Aufgrund der aktuellen Bausituation (Scharte in der Staumauer) könnte die Stele/ der Gedenkstein zunächst an der Unterstellhütte am Rande des „Schartenweges“ erfolgen.
In diesem Sinne wurde mit Klaus Voussem, Landtagsabgeordneter des Landes Nordrhein – Westfalen für den Kreis Euskirchen, ein Gespräch geführt. Er versprachen in Richtung des Wasserversorgungsverbandes Euskirchen-Swisttal aktiv zu werden. Auf Nachfrage wurde uns von Herrn Voussem am 24.11.2025 mitgeteilt:
„So sehr ich Ihre Anregung nachvollziehen kann muss ich nach Rücksprache mit dem Betreiber der Steinbachtalsperre darauf hinweisen, dass dort im kommenden Jahr hoffentlich (!) eine große Baustelle für den Wiederaufbau des Staudamms eingerichtet werden soll. Ob die Hütte stehen bleibt kann Ihnen heute noch niemand sagen. Es wird daher dringend angeraten, die zweifelsfrei verdiente Ehrung für Hubert Schilles durch einen Gedenkstein oder eine Platte in einem würdigen Rahmen nach Fertigstellung des Staudamms vorzunehmen.“
Die Fertigstellung der Baustelle könnte nach heutigen INFO-Stand 2032 sein…oder später.
SOLANGE WOLLTEN WIR MIT DER EHRUNG VON HUBERT SCHILLES DANN DOCH NICHT WARTEN!!!

